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Was kostet ein Projektsteuerer für eine Baugemeinschaft?

Erik Pfauth 18. August 2026 4 Min. Lesezeit Kosten & Honorar
Was kostet ein Projektsteuerer für eine Baugemeinschaft?

Geld ist bei den meisten Gruppen die erste Frage, und das ist auch richtig so. Deshalb gehe ich sie ehrlich an. Ob euer Wohnprojekt in Berlin, Brandenburg oder anderswo entsteht: Eine seriöse Pauschalzahl gibt es nicht, weil die Kosten für einen Projektsteuerer bei einer Baugemeinschaft von eurem konkreten Projekt abhängen. Aber ihr könnt sehr wohl verstehen, wie sich das Honorar zusammensetzt und ab wann es sich für euch rechnet. Genau darum geht es hier.

Wovon die Kosten abhängen

Fünf Faktoren bestimmen den Aufwand:

  • Bauvolumen: Je höher die Bausumme, desto mehr steht auf dem Spiel und desto umfangreicher die Steuerung.
  • Projektgröße: Zehn Wohneinheiten koordinieren sich anders als drei.
  • Umfang der Beauftragung: Begleite ich alle Phasen von der Vorbereitung bis zur Abnahme oder nur einen Abschnitt?
  • Komplexität: Eine Sanierung im Bestand mit Auflagen ist aufwendiger als ein schlichter Neubau.
  • Gruppenkoordination: Wie viele Parteien, wie eingespielt ist die Gruppe, wie viele Entscheidungen stehen an?

Wie das Honorar berechnet wird

Die Projektsteuerung hat ein eigenes Leistungsbild, beschrieben in der AHO Heft Nr. 9 (das Regelwerk, das definiert, welche Aufgaben zur Projektsteuerung gehören). Daran orientiert sich das Honorar. In der Praxis gibt es zwei gängige Wege:

  • Prozentualer Anteil an den anrechenbaren Kosten: Das Honorar bemisst sich an der Höhe der Bau- und Baunebenkosten. Das ist üblich bei einer durchgängigen Begleitung.
  • Zeit- oder Pauschalhonorar: Sinnvoll für klar abgegrenzte Aufgaben, etwa einen Visionsworkshop, die Finanzierungskoordination oder eine einzelne Phase.

Als grobe Orientierung liegt das Honorar für eine durchgängige Projektsteuerung häufig bei etwa 2 bis 4 % der Baukosten. Wo genau, hängt von Größe und Komplexität ab; kleinere Projekte liegen eher am oberen Rand. Diese Prozente sind Richtwerte, kein fester Tarif: Die AHO liefert dafür Honorartafeln, vereinbart wird frei im Vertrag.

Bei mir könnt ihr stufenweise beauftragen: erst die frühen Schritte, später die Bauphase, wenn klar ist, dass gebaut wird. So bleibt die Einstiegshürde niedrig, und ihr zahlt nur für das, was ihr gerade braucht.

Was ihr dafür bekommt

Ein Projektsteuerer kostet Geld, aber er verhindert oft ein Vielfaches an ungeplanten Ausgaben. Der Gegenwert liegt in drei Bereichen:

Der Gegenwert zeigt sich vor allem an drei Stellen: Ihr habt Kostensicherheit durch den laufenden Soll-Ist-Abgleich statt böser Überraschungen bei der Schlussrechnung, ihr behaltet Termintreue durch einen realistischen Terminplan und jemanden, der ihn nachhält, und ihr bekommt eine bessere Vergabe, weil Angebote vergleichbar sind, Verträge geprüft und Alternativen verhandelt werden.

Bei der Hofgemeinschaft Schönermark haben wir das Projekt rund zehn Prozent unter der Kalkulation abgeschlossen. Nicht, weil nichts schiefging, sondern weil wir früh gegengesteuert haben. Eine solche Einsparung übersteigt in der Regel das Honorar der Steuerung.

Der Betrag relativiert sich oft schon durch Details, die im Hintergrund laufen. Ein Beispiel sind Skonti, also Nachlässe von meist 2 bis 3 %, die viele Baufirmen bei fristgerechter Zahlung gewähren. Ich sichere sie in den Verträgen und löse sie durch pünktliche Rechnungsprüfung ein. Über ein ganzes Projekt hinweg spielt allein das oft schon das Honorar wieder herein.

Wann es sich lohnt – und wann nicht

Je größer und komplexer euer Projekt, desto klarer rechnet sich die Steuerung. Bei einer Sanierung im Bestand oder einer großen Gruppe ist sie fast immer ihr Geld wert. Bei einem sehr kleinen, einfachen Vorhaben mit erfahrenen Beteiligten kann eine punktuelle Beauftragung reichen, statt einer durchgängigen Begleitung. Auch das sage ich euch im Erstgespräch ehrlich.

Wie ich euch konkret begleite, steht auf der Seite zu meinen Leistungen.

Häufige Fragen

Gibt es einen festen Prozentsatz?

Einen gesetzlich festen Satz nicht. Als grobe Orientierung liegt das Honorar oft bei etwa 2 bis 4 % der Baukosten, abhängig von Größe und Komplexität. Die AHO gibt dafür Honorartafeln, die konkrete Zahl vereinbaren wir im Vertrag.

Lohnt sich ein Projektsteuerer auch für eine kleine Gruppe?

Manchmal reicht dann eine stufenweise oder punktuelle Beauftragung, etwa nur für Finanzierung und Vergabe. Ich sage euch offen, wo der Aufwand in gutem Verhältnis zum Nutzen steht.

Kann ich klein anfangen?

Ja. Ihr könnt mich zuerst nur für die frühen Schritte beauftragen und später über die Bauphase entscheiden.